Ein Bericht vom Optimal-Cup in Röbel aus sich der Greifswalder Jugendsegler:
[mk] Am Wochenende 6. & 7. Juni war der alljährliche Optimal-Cup in Röbel. Greifswald war mit zwei 420er Teams, zwei Laser Radial, ein Laser 4.7 und acht Opti B vertreten. Während also die Dickschiffe schön fleißig den Strelasund rauf segelten (Bericht hier) machten wir es uns in Röbel, in einer eigens von Brandy reservierten Ecke, gemütlich. Nach genauster ,,Studie“ der Segelanweisung und des Kursblattes (das gleiche mit denen gleichen Fehlern wie zur LJM 2014) gab es den Leistungschlaf der den Dickschiffseglern oft verwehrt wurde :p .
Um 7Uhr war’s es dann aber aus mit der Ruhe weil ein sehr engagierter Träner jeden Hahn voll und ganz ersetzte. Während man beim Frühstück den ersten übermotivierten Optis zuschauen konnte, wie sie 3 Stunden vor dem Start schon im Troko rumliefen, wurde schon mal das Wetter gecheckt. Bei 12 Knoten Wind war ein jeder frohen Mutes der kommenden Wettfahrten. Mit hoffnungslos verstopften Slips und doch irgenwie ohne Unfall ging es dann aufs Wasser wo dann Schleppverbände mit bis zu 15 Booten gebildet wurden – irgendwie muss man ja rechtzeitig im Startgebiet kurz vor Waren kommen.
Schleppverband zum Regattakurs – Brandy hat unsere Optigruppe am Haken.
Einmal dort angekommen gings dann erstmal los mit Startverschiebung auf beiden Kursen (Laser und 420er auf dem einen, Optis auf dem anderen). Bei dem ein oder anderen wurden Erinnerungen an eine Startverschiebungsreiche LJM 2014 wach und man hoffte, dass sich das Desaster nicht wiederholen würde. Das tat es zum Glück nicht, aber bis dann der Kurs so lag wie er liegen sollte, war es dann um 12Uhr und es konnte mit einer Stunde Verspätung losgehen. Super, da hätte man ja auch mal später aufstehen können, aber so konnte man was bei der schönen Sonne für die Hautfärbung tun. Auf dem Kurs der Laser und 420er starteten die 420er und Laser Standards auf einer sehr kurzen Startlinie, wo man sich schon gefragt hat, wie zum Henker da 59 Laser Radials raufpassen sollten.
Die 420er drängeln sich um Platz an der Linie
Wie sich herausstellte hatte die Wettfahrleitung alles im Griff. Nach einer 3/4 Stunde Startverschiebung für die Laser Radials nach dem Start der Standards und verziehen des Startschiffes war die Linie dann auch lang genug. Bloß leider lag die Linie so, dass das Pin-End extrem bevorteilt war, was erstmal zu 3 Allgemeinen bei den Radis führte. Während diesen Startübungen hatten sich die 420er schon wieder im Startgebiet eingefunden und das Feld der Radis war aufgrund der Black Flag merklich geschrumpft.
Dann starteten endlich auch die Radis. Nach mehrmaligen verziehen der Starttonne und einigen Allgemeinen hatte dann jede Klasse ihre 3 geplanten Wettfahrten geschafft. Eine Stunde nach dem Optis kam dann auch der Rest an Land. Schnell wurden die Boote abgetackelt und zu den Steakmessern gegriffen. Abends beim Grillen wurden Erlebnisse ausgetauscht und dem Ärger über die Wettfahrtleitung luft gemacht. Immerhin hingen um 23Uhr schon mal die Ergebnise für die erste Opti-Wettfahrt aus – ganz gemäss dem Motto „Gut Ding will Weil haben“.
In unserm privaten Eckchen wurde dann in der Dunkelheit noch zur Livemusik angestimmt und so klang der Abend toll aus.
Frühs das gleiche Bild wie am Sonnabend, nur alles eine Stunde früher. Und auch diesmal gab es wieder Startverschiebung. Nachdem die letzte Wettfahrt dann auch über die Bühne gebracht wurde gings wieder rein und der Aufladestress begann.
Malte kämpft mit Hannah Anderssohn, Olympiahoffung(?) aus Warnemünde
Am Ende kam bei den Greifswaldern nach den 4 Wettfahrten keiner aufs Treppchen. Bei den 420er war die Führungspitze sehr eng und Jolanda und Arvid Müller haben sich mit einem 7 aus 30 Booten recht gut behaupten können. Ole und Hanjo sind 9 geworden mit 3 Punkten abstand auf den 4!!! Bei den Radials konnte Malte mit einem 13 von 59 doch einigen beweisen das man auch vor Kaderseglern sein kann. Bei den 4.7 erreichte Theresa den 42 von 45 . Bei den Opti B belegte als beste Greifswalderin Friederike Lubs mit einem 6 von 100 einen sehr guten Platz. Die Ergebnisse gibt es hier.
Alles in allem war das Wetter sehr gut und auch der Wind mehr als bei der LJM 2014, aber trotzdem hat sich die Wettfahrleitung nicht wirklich gebessert, deswegen sehen wir uns wohl nächstes Jahr in Stralsund auf einem Kielboot wieder.
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Zum Schluss noch die angekündigte Preisfrage der BoddenRacer-Reederei Köppe, die selbstverständlich nicht ganz fern von obigen Artikel steht:
Warum kann man Flagge O nicht als Klassenflagge benutzen?
Eine einfache aber profunde Antwort hier in den Kommentaren genügt um zwei Kisten Bier zu gewinnen! Der Linksweg ist natürlich – wie immer – ausgeschlossen, genauso wie die Teilnahme von Verwandten, Minderjährigen und (angehenden) Schiedsrichtern! 😉 Unsere Jugendsegler wissen das natürlich. Weißt du es auch?
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