
Für den schnellen Flitzer Slippery when wet ging es Ende August als Saisonhighlight zur Melges24 Eurpameisterschaft nach Tønsberg in Norwegen, südwestlich von Oslo. Im Vergleich zur Weltmeisterschaft in Trieste 2025, trat die Crew in diesem Jahr in leicht veränderter Besetzung an: Tim am Lenker, Franzi am Traveller, Uli am Genni und Maybritt auf dem Vorschiff, wenn nicht im Gennisack, bekamen Unterstützung von Merle und Micki Rehberg. Die beider Berlin sind ja in Greifswald auch keine Unbekannten. Stets in Gedanken bei uns, büffelte Nori in der Bibliothek und Philipp hielt an der Wickelkommode die Stellung.

Mast stellen, Hikinggurte checken, fertig! Nach der Anreise stand das Boot blitzschnell und am nächsten Tag ging es auch schon ins Wasser. Der Zeitplan setzte das Practice Race für Sonntag (30.08.) an, weshalb der obligatorische Touri-Tag in Oslo auf die Zeit nach der EM verlegt wurde. Das Wetter überraschte uns, entgegen der Erwartungshaltungen, Vielzahl an eingepackten Ölhosen und Pullovern, jeden Tag mit Sonnenschein und ausbleibendem Regen. Für die Woche war, bis auf Mittwoch, Leicht- bis Mittelwind mit 3-10 kts vorausgesagt. Nach zwei Rennen am Montag und einem Flautendienstag belegten wir eine 28. Platzierung von 42 teilnehmenden Booten.

Der Mittwoch wurde vom Kapitän in Resümee als „denkwürdig“ eingestuft. Dem Zeitplan der Wettfahrtleitung hinterher hängend, folgten am Mittwoch vier Wettfahrten bei 20-25 kts Grundwind und den blauen Flecken an Franzis Schienbein zufolge mit Böen bis zu 30 kts. Im ersten Rennen erzielten wir mit einer Luvtonnenrundung auf Platz drei und Rennplazierung auf 12 unser bestes Ergebnis für die EM. Entgegen der sechs Mastbrüche und Vielzahl an gesehenen Sonnenschüssen, kamen wir trotz regelmäßiger Salzwasserduschen auf dem Up- und Downwind und nur einer gerissenen Halterung für den Großschotblock gut über den Kurs. An diesem Tag arbeiteten wir uns auf den 24. Platz nach vorne. Diese Platzierung konnten wir dann auch am Donnerstag halten. Die Flaute am Freitag ließ dann erneut, wie es am Dienstag bereits der Fall war, kein Rennen zu.

Dem Trainingsstand entsprechend und diesjährigen Veränderungen in der Crew sind wir mit unserem EM-Ergebnis als 24. Boot von 42 zufrieden. An dieser Stelle gilt es Tim Köppe ein ganz großes Dankeschön für die umfassende Organisation unserer Eventteilnahme bis hin zur Buchung der Crewunterkunft mit biologischer Verbrennertoilette auszusprechen! 😉 Für nächstes Jahr steht die Weltmeisterschaft in Pula, Kroatien, bereits im Crewkalender.







